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Die Weinbergschnecke ist ein ungewöhnliches Tier. Wer hätte gedacht, dass Weinbergschnecken Tausende von Zähnen besitzen, mit denen sie reibeisenartig ihr Futter zerkleinern? Oder aber, dass sie nur einen Fuß haben, auf dem die Augen sitzen? Schnecken können mit ihrem Fuß unbeschadet selbst über die schärfsten Messerklingen kriechen.

Auch die Fortpflanzung der Weinbergschnecke birgt viele interessante Geheimnisse. Weinbergschnecken sind Zwitter, sind bei der Paarung also Männchen und Weibchen, und zwar gleichzeitig. Mit dem Liebespfeil stacheln sie ihren Partner an, indem sie diesen nadelförmigen Kalkpfeil in den Fuß des Partners stoßen. Entsprechend ihrer sprichwörtlichen Langsamkeit dauert das Liebesspiel der Schnecken 24 Stunden!

In den ersten Frosttagen graben sich Schnecken ins noch lockere Erdreich ein. Sie verbringen die kalte Jahreszeit „unter Tage“ und verschlafen Nahrungsknappheit und Schneefall. Zu diesem Zweck ziehen sich die Schnecken in ihr Haus zurück, drehen ihre Öffnung nach oben und verschließen ihre Öffnung mit einem Kalkdeckel. Diese so genannten Deckelschnecken gehören zu den von Feinschmeckern besonders geschätzten Delikatessen.