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Die Zucht der Weinbergschnecke (Helix pomatia) wurde immer wichtiger, seit diese Schneckenart in freier Wildbahn selten geworden ist. In Deutschland steht sie sogar unter Artenschutz. Schon deshalb sind Schnecken ein ausgesuchtes Gericht. In Italien ist sie als Vignaiola bianca und in Frankreich als Escargot de Bourgogne begehrt.

Dass sie seit Jahrtausenden zu Speisezwecken gesammelt wird, macht die Weinbergschnecke zu einer unserer bekanntesten einheimischen Tierarten. Dennoch sollte man keineswegs annehmen, dass wir alles über diese ungewöhnlichen Tiere wissen, da auch heute noch neue wissenschaftliche Entdeckungen auf dem Gebiet der Moluskenforschung gemacht werden.

Schon bei den Mönchen im Mittelalter waren Weinbergschnecken populär. Die badischen und schwäbischen Zuchtbetriebe jener Zeit belieferten die Königshäuser Europas. Schnecken gelten weder als Fisch noch Fleisch, weshalb sie besonders gern zur Fastenzeit gegessen wurden. Diese Tradition ist auch heute noch bemerkbar. Die Nachfrage steigt in dieser Zeit deutlich.